Roadtrip durch die Bretagne -Teil 1
- helloateliersisu
- 27. Juli 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Juli 2023

Mai 2023. Nach meiner Knie-OP war klar, ich muss mal raus. Zwei Monate lang befand ich mich fast nur in der Horizontalen, ging meinem sozialen Umfeld schwer auf die Nerven (spätestens nach Weihnachten und Silvester war die Stimmung derart gekippt) und träumte vom Laufen und vom Reisen. Zu diesem Zeitpunkt bedeutete eine Reise durchaus auch eine Reise zum nächsten Supermarkt - Hauptsache Bewegung! Als ich mit den Krücken Mitte Januar wie eine Grande Dame vom Bad zum Sofa flanierte, fing ich an zu planen, wo es bald hingehen könnte. Dass meine erste kleinere Reise dann doch erst im April stattfinden sollte, war mir damals zum Glück nicht bewusst. Wenn man wie ich gerne oft unterwegs ist, findet man im Laufe seiner Zeit Reise-Buddies. Mein allerliebster Reise-Buddy ist natürlich der Boy an meiner Seite, doch ihn zieht es eher in den Vorgarten als in entfernte Länder. [Disclaimer: Ich höre ihn jetzt schon rufen, dass das ja gar nicht stimme. Er reise halt lieber in Länder, die schon erprobt seien und sich gemütlich anfühlen. An der Stelle muss ich sagen, dass ich aus vielen Gründen vorrangig in Europa reise. Mir fallen auf Anhieb keine Länder ein, die in Europa nicht "erprobt" seien. Aber das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.] Einer meiner immer wieder gut gebuchten Reise-Partner ist meine liebe Maman. Von ihr habe ich wohl auch das Reise-Fieber geerbt. Die Anfrage an sie ging im März raus und die "Buchungsbestätigung" via Nachricht ließ auch nicht lange auf sich warten. Da meine Eltern sich im Corona-Jahr 2020 einen Ford Transit zum Ausbau zugelegt hatten und dieser mit zwei Betten, Toilette und kleiner "Küche" ausgestattet ist, war uns relativ schnell klar, dass wir einen Roadtrip machen wollen. Nur wohin? Bereits vor Corona waren meine Eltern in der Bretagne gewesen und seit dem schwärmte Maman von der rauen Küste und den steilen Abhängen, die sie an unsere ach so geliebten Cliffs of Moher erinnerten sowie von den Orten, die mein lieber Papa - angeblich mutwillig - ausgespart hatte. Die Bretagne stand im Stechen mit meinem Vorschlag nach Schweden zu fahren. Bisher kam ich nur in den Genuss der schönen Hauptstadt (in 2016 mit einem weiteren geliebten Reise-Buddy aka meine ehemalige WG-Mitbewohnerin, liebe Grüße an dieser Stelle). Die skandinavischen Länder sind für Naturliebhaber schon immer ein beliebtes Reiseziel gewesen. Durch das Jedermannsrecht ist Schweden vor allem für digitale Nomaden mit ihren Campern interessant. Gegen Schweden sprach allerdings, dass es im Mai immer noch nicht so warm war, wie ich mir das erhoffte. Die Temperaturen im Småland kletterten nachts laut Wetterbericht kaum über 8 Grad, was mir dann für die Übernachtungen im Bus plus dem Sprung in einen der Seen doch zu frisch war. Kurzerhand wurde eine Woche vor Reisebeginn beschlossen, dass es in die Bretagne gehen soll. Herrliche 20 Grad und aufwärts. Weiterer Vorteil für uns Frankophile war natürlich der raue Atlantik und der keltische Einschlag der Bretagne (dafür müsst ihr wissen, dass meine Geschwister und ich alle keltische Namen haben und meine Maman ganz klar einen Faible für die keltische Kultur hat. Deswegen ging es für uns als Familie 2003 auch nach Irland, wo meine Brüder und ich die Schule besuchten - ja, in Uniform). Lange Rede, kurzer Sinn: Unser Reiseziel stand fest und das Packen konnte beginnen...
Fortsetzung folgt in Teil 2.




Schön geschrieben! thrilled auf Part 2 ❤️